10 Dinge, die ich im letzten Jahr gelernt habe - Stachellyart

Woher kommt meine Disziplin? – 8 Tipps

Etwas, das mir immer wieder gesagt wird und ich nur noch mit einem Schulterzucken wahrnehme:
„Du bist ja immer motiviert!“
„Was willst Du denn noch alles machen?“
„Krass wie umsetzungsstark du bist.“

Ich nehme das einfach mal als Kompliment auf und möchte Dir in diesem Blogartikel 8 Tipps mitgeben, wie ich das eigentlich alles mache. Der Schlüssel heißt Disziplin.

Zuerst einmal ist das keine Motivation. Auch ich habe schlechte Tage und bekomme Dinge einfach nicht hin. ABER, wenn ich etwas habe, dann ist es Disziplin. Ich bin immer wieder an dem Punkt, wo ich alles hinschmeißen möchte, aber dann erinnere ich mich, warum ich angefangen habe und es geht weiter.

Meine Tipps lassen sich auf alle Lebensbereiche übertragen. Egal, ob auch Du dir ein kreatives Leben aufbauen möchtest, mehr auf Deine Gesundheit achten möchtest oder, wie ich, es für Dein Business nutzen möchtest.

Lass uns loslegen:

Disziplin als Motivator

Erfolg ist das Ergebnis von den richtigen Werkzeugen, die Dich weiter machen lassen:

Werkzeug/ Tipp 1: Visionboard

Ein Visionboard ist eine kreative Collage aus Bildern, Worten und Symbolen, die Deine Wünsche, Ziele und Träume zeiget. Du kannst hier richtig kreativ werden. Umso konkreter Du Deine Ziele machst, umso besser klappt es. Wenn Du Dir also ein bestimmtes Ereignis wünscht, dann mach es greifbar.

Zum Beispiel wünsche ich mir gerade ein neues Studio. Ich suche nun also Bilder raus wie es aussehen könnte, wie ich es einrichten möchte, schreibe mir die Gefühle auf, die ich haben werde, wenn ich es gefunden habe und überlege mir konkret welchen Ort ich mir wünsche. Umso detaillierter Du Dein Ziel/ Wunsch machst, umso besser.

Jetzt hängst Du Dir Dein Visionboard irgendwo hin, wo Du es jeden Tag siehst. Unsere hängen bei uns im Schlafzimmer (Ja wir haben jeder ein eigenes). Hier sehe ich es mindestens zwei mal am Tag. Zwei Mal am Tag nehme ich mir ganz bewusst Zeit es anzusehen und die Ziele zu manifestieren. Du kannst es Dir auch als Hintergrund für Deinen Laptop oder Handy machen. Es sollte nur änderbar sein.

Pro Tipp: Mach Dir ein Visionboard für alle allgemeinen Ziele. Wenn Du eins erreicht hast nimmst Du es ab und wenn ein Neues auftauchst, ergänzt Du es. Hier soll das Gefühl von Deinen Träumen rüber kommen und dann machst Du Dir Jahr für Jahr noch ein Bingo in dem Du Deine Ziele konkret aufschreibt und abharken kannst. Das motiviert mich richtig gut.

Werkzeug/ Tipp 2: Commitment-Vertrag

Klingt erstmal komisch, aber das hilft so sehr. Schließe einen Vertrag mit Dir selbst. Hier schreibst Du ganz genau auf was Du bis wann und wie erreichen möchtest und unterschreibst es mit Datum. Diesen Vertrag hängst Du Dir neben Dein Visionboard oder irgendwo hin, wo Du oft an ihn erinnert wirst. Meiner steht in meinem Business-Notizbuch. Dort sehe ich ihn täglich und alleine der Anblick von dem Buch selbst erinnert mich an mein Versprechen.

Pro Tipp: Wenn Du möchtest, kannst Du den Vertrag auch von Deinem Partner/ Deiner Partnerin oder einer sehr guten Freundin/ gutem Freund gegenzeichnen lassen. Hier kannst Du auch Strafen einbauen oder ihr committed euch gegenseitig.

Werkzeug/ Tipp 3: Identitätswechsel

Sprich positiv über Dich selbst. Mach Dich nicht klein und nimm Komplimente endlich an. Du darfst stolz sein! Ich weiß, das ist schwer, aber das lässt sich üben.

Zu aller erst hörst Du ab sofort auf „ich versuche“ oder „ich möchte“ zu sagen. Du sagt jetzt „ich werde“ und „ich bin“.

Statt „ich möchte morgen ein Bild malen“ sagt du ab jetzt „ich werde morgen ein Bild malen“.
Statt „ich versuche jetzt positiver zu sein“ sagt du “ ich bin jetzt positiver“.

Handel so, als ob Du Dein Ziel schon erreicht hättest. Hier ist Social Media ein richtig gutes Beispiel. Ich habe 1200 Follower, aber ich mache jeden Tag Storys und erzähle über meinen Tag als wäre ich riesig und ja das habe ich auch schon mit 100 Follower gemacht.

Diese Handlungen führen dazu, dass Dein Unterbewusstsein das irgendwann glaubt und Du nicht mehr so viel Überwindungskraft benötigt. Probier es mal aus.

Werkzeug/ Tipp 4: 1% Regel

Jeden Tag ein Prozent besser. Nur ein mini kleines Stückchen als alle anderen. Immer 1% mehr machen. Das hat mich hier hin geführt.

Alle reden nur, Du setzt um.
Alle sagen morgen, Du machst es heute noch.
Alle posten 1 Mal die Woche, Du 2 Mal.
Alle laufen 2 km, Du 2 1/2.

Du wirst wachsen. Langsam und stetig wirst Du jeden Tag ein kleines Stückchen besser. Unterschätze die kleinen Schritte nicht. Sie bringen Dich ganz sicher ans Ziel.

Werkzeug/ Tipp 5: Gewohnheitstracker

Das funktioniert ähnlich wie das Bingo vom Visionboard und sorgt dafür, dass Du Routinen aufbaust. Du suchst Dir eine Sache aus, die Du ab sofort jeden Tag machen möchtest. Zum Beispiel: 15 Minuten Spazieren gehen. Diese schreibst Du dir auf und malst dahinter 7 Kästchen für jeden Tag in der Woche.

Jetzt darfst Du jeden Tag, wenn Du spazieren warst ein Kästchen ausmalen. Das machst Du nun Woche für Woche und irgendwann brachst Du die Kästchen nicht mehr, denn es ist so sehr zur Gewohnheit geworden, dass Du es komplett automatisiert machst.

Wichtig ist hierbei, dass Du Dir wirklich tägliche Dinge aussuchst und nicht sofort mit 10 Sachen anfängst, sondern Dich Stück für Stück steigerst. Erstmal eine Sache wirklich durchziehen und dann die nächste Gewohnheit aufbauen. Denk dran, die kleinen Schritte bringen Dich ans Ziel.

Pro Tipp: Häng Dir auch den Gewohnheitstracker neben Dein Visionboard oder solltest Du einen offline-Kalender haben, bietet sich der auch sehr gut dafür an. Es sollte auf jeden Fall immer sichtbar sein.

Werkzeug/ Tipp 6: Kalendereinträge

So hast du keine Ausreden, weil es fest eingeplant ist.

Das hilft mir ganz besonders gut bei Sport. Ich habe leider noch keinen Sport gefunden, den ich gerne machen, aber mein Körper ist ein großer Teil meiner Altersvorsorge, denn wenn ich nicht mehr malen oder fotografieren kann, dann kann ich auch nicht mehr arbeiten. Ich muss also gerade Rückenschmerzen vorbeugen und mich um meine Hände und Armen kümmern, dass sie stark bleiben. Also trage ich mir Sport immer in den Kalender ein. Hier gibt es jetzt keine Diskussion mehr, es ist ja eingetragen.

Genauso ist es mit Date Nights mit meinem Partner oder einem Telefonat mit einer Freundin. Ich behandle es wie einen Termin, trage ihn in meinen Kalender ein und dann kann auch nichts dazwischen kommen.

Pro Tipp: Blocke Dir diese Zeit wirklich und nimm Dich selbst wichtig. Denk an den Vertrag, den Du abgeschlossen hast. Mache nichts nebenbei und halbherzig, sondern nimm Dir die Zeit wirklich. Besonders bei Telefonaten kennen wir das doch alle, wir machen nebenbei noch 100 Dinge und wissen am Ende gar nicht mehr was wirklich besprochen wurde. Facetime hilft da sehr 😉

Werkzeug/ Tipp 7: Umfeld bewusst wählen

Ja, das kann hart sein, aber wenn Du die Stärkste/ der Stärkste im Team bist, wirst Du nicht mehr deutlich besser werden. Also such Dir ein Umfeld wo es Menschen gibt, die schon da sind, wo Du hinmöchtest. Es wird Dich motivieren und inspirieren.

Das gilt übrigens auch für Denkweisen. Wenn Dein Umfeld selbst nichts auf die Reihe bekommt oder immer etwas zu meckern hat, dann verfällst auch Du viel schneller in negative Gedanken. Such Dir also Menschen, die weiter sind als Du, wenn Du wachsen möchtest.

Pro Tipp: Hab keine Angst Menschen, die Deine Ziele erreicht haben, anzusprechen und Fragen zu stellen. Shitstorm kommt immer von unten. Das bedeutet, dass sich ein Leistungssportler niemals über Dich lustig machen wird, wenn Du gerade erst anfängst.

Werkzeug/ Tipp 8: Abendreflektion

Stell Dir jeden Tag 3 Fragen:

Was lief heute gut, worauf bin ich stolz?
Was kann ich morgen besser machen?
Was mache ich morgen, was mich meinem Ziel näher bringt?

So wirst Du nach und nach Dein Bewusstsein dahin trainieren Erfolge wahrzunehmen und aus Deinen Erfahrungen zu lernen. Du gehst mit Klarheit, Motivation und einem konkreten Fokus in den nächsten Tag.

Das kannst Du auch machen, um Deine mentale Gesundheit zu stärken. Hier empfehle ich Dir täglich diese Fragen zu beantworten:

Worauf bin ich heute Stolz?
Wofür bin ich heute dankbar?
Wo ist mir heute ein Wunder begegnet?
Wann habe ich mich heute sicher und entspannt gefühlt?

Pro Tipp: Schreib dir Dein Ziel jeden Tag mehrfach auf. Morgens 3 Mal, mittags 6 Mal und abends 9 Mal. Es verinnerlicht sich so sehr, dass Du gar nicht anders kannst, als an Dein Ziel zu denken und es umzusetzen. Das klappt auch super mit positiven Affirmationen: Ich bin gut genug. Ich kann alles schaffen. Ich bin wertvoll.

Anna-Lena von Stachellyart lächelt in die Kamera und sitzt auf dem Boden vor ihrem Materialschrank

Ich hoffe, Dir helfen meine Tipps und Werkzeuge für mehr Disziplin im Leben. Vielleicht kannst Du ja sogar schon einige und nutzt sie. Vielleicht ist aber auch etwas Neues für Dich dabei gewesen. Ich nutze tatsächlich alle diese Werkzeuge und es macht mich jeden Tag besser und hilft mir diszipliniert besonders durch meinen Arbeitsalltag als Selbstständige Künstlerin zu gehen.

Schreib mir gerne in die Kommentare, welchen Tipp für mehr Disziplin Du umsetzen wirst.

Hab einen zauberhaft magischen Tag

Deine Anna-Lena

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2 Kommentare

  1. Das sind total tolle Tipps und Einblicke, vielen Dank!
    Ich werd den Identitätswechsel morgen umsetzen und mein Visionboard überarbeiten. Das ist ganz schön voll geworden und ich merke, dass es mich ganz schön doll erschlägt und ich dadurch nicht mehr so gern drauf gucke.

    1. Oh ja! das ist ein super wichtiger Punkt. Es darf natürlich nicht ausarten, sondern soll Sichtbar machen und positiv Erinnern, wodurch es dann natürlich auch motiviert.

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